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Das Österreichische Umweltzeichen für Museen

24.01.2018

Im Jahr des Europäischen Kulturerbes 2018 ist es ein logischer Schritt, dass sich Museen auch mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Diesen Weg gilt es, nicht nur im kulturellen Bereich, sondern natürlich auch beim Umwelt- und Naturschutz zu beschreiten. ICOM hat das Thema “Cultural Landscapes“ bereits im Jahr 2016 in den Mittelpunkt gestellt und dabei auch auf die Verantwortung der Museen auf die sie umgebenden Landschaften und Gesellschaften aufmerksam gemacht.

 

Auf Initiative von Mag. Bettina Leidl, ICOM Vize-Präsidentin und Direktorin des Kunst.Haus.Wien, hat ICOM Österreich die Möglichkeit einer Umweltzertifizierung für die österreichischen Museen angestoßen. Im darauffolgenden intensiven Diskussionsprozess wurden mit Unterstützung des Vereins für Konsumenteninformation spezielle Richtlinien erarbeitet. Heute dürfen wir Ihnen das „Österreichische Umweltzeichen für Museen“ präsentieren! ICOM Österreich bedankt sich bei allen, die an seiner Entwicklung mitgearbeitet haben – allen voran natürlich bei Bettina Leidl!

 

Mit dem „Österreichischen Umweltzeichen für Museen“ steht nun ergänzend zum „Österreichischen Museumsgütesiegel“ ein Verfahren zur Umweltzertifizierung zur Verfügung – mit dem Ziel die nachhaltige Entwicklung der Museen auch in diesem Bereich zu fördern.

 

Aufbauend auf standortspezifischen Kriterien, wie dem Gebäudemanagement, wurde besonderes Augenmerk auf den Bereich Konservierung und Restaurierung gelegt. Fachlich geschulte und qualifizierte Restaurator/innen garantieren den sensiblen und nachhaltigen Umgang mit Objekten. Sicherheitsrichtlinien gewährleisten den besten Schutz von Mitarbeiter/innen und Besucher/innen. Ebenso wird darauf geachtet, dass der Einsatz der nötigen Chemikalien und Hilfsstoffe minimiert wird.

 

Der nachhaltige Umgang mit den Objekten bei Transport und Lagerung, sowie die Materialienwahl beim Ausstellungsbau werden ebenso in den Kriterien thematisiert wie Anforderungen für externe Dienstleister vor Ort, wie Gastronomiebetriebe und Shops. Weitere Kriterien behandeln die nachhaltige Entwicklung der Vermittlungsarbeit in unseren Häusern. Das Vermittlungsprogramm soll Partizipation, Mehrperspektivität, Problemlösungskompetenz und Methodenvielfalt anwenden, um auf kulturelle und soziale Unterschiede einzugehen.

 

Zur Unterstützung von interessierten Museen und Ausstellungshäusern werden zurzeit noch unterstützende Umsetzungstools erarbeitet, um den Einstieg in die grüne Welt des Umweltzeichens zu erleichtern.
 

Das Prüfprotokoll für diese Richtlinie ist in Bearbeitung, eine Einarbeitung in die Online-Antragssoftware des Umweltzeichens Tourismus ist bis Ende März vorgesehen.

 

Für Fragen wenden Sie sich bitte an:

 

DI Otto Fichtl
Bereich Untersuchungen - Umweltzeichen

ofichtl@vki.at         

Verein für Konsumenteninformation

Linke Wienzeile 18, 1060 Wien (ZVR-Zahl 389759993)

www.vki.at  |  www.umweltzeichen.atwww.ecolabel.eu

 

Link:

https://www.umweltzeichen.at/cms/de/home/idart_2728-content.html

 

Unten zum Download:

Richtlinie UZ 200
Tourismus und Freizeitwirtschaft
„208 Museen und Ausstellungshäuser“